Aggressionsmanagement – ein Weg für die klinische Praxis
In Schulungen im Aggressionsmanagement sollen den Mitarbeitenden übergeordnete Strategien und theoretische Konzepte vorgestellt und deren Umsetzung behandelt, besprochen und trainiert werden.
Trainings im Aggressionsmanagement bestehen deshalb zu 50% aus theoretischen Inhalten und zu 50% aus praktischem Training und behandeln folgende Themenbereiche:
Theoretische Inhalte
- konzeptuelle Grundlagen
- Gemeinsamkeiten im Erleben
- Risikofaktoren und Risikoassessment
- Verlaufsprozesse
- Prävention und Sicherheit
- Nachsorgeprozesse
- kritische Auseinandersetzung mit Zwang
- Rechtliche und Ethische Aspekte
Praktische Inhalte
- verbale und nonverbale Techniken zur Deeskalation
- Techniken zur persönlichen Sicherheit
- Techniken zur Bewältigung von Notfallsituationen
- Kommunikation im Notfall
- Teamtechniken zur Immobilisierung
- Gespräche in der Nachsorge
Beispielsweise führen wir die professionelle Beziehungsgestaltung theoretisch ein und stellen interne Konzepte dazu vor. Wir erarbeiten, weshalb uns eine solide Beziehungsgestaltung in einer eskalierenden Situation hilft.
Wir trainieren, wie wir unseren Körper einsetzen, um die Grundlage für eine sichere Kontaktaufnahme herzustellen. Wir trainieren Techniken der verbalen Deeskalation und lernen, neurobiologische Stressprozesse zur Beziehungsgestaltung zu nutzen.
Aufgrund eines Vorfalles kam es zu einem Abbruch der Beziehung? Wir erarbeiten, wieso Nachbesprechung mit Betroffenen hilfreich sind, wie sie Traumatisierungen minimieren, moralisches Stresserleben lindern und zukünftige Gewaltereignisse vorbeugen. Und wir trainieren das Leiten von Nachbesprechungen – interaktiv und praxisnah.
Aus Prozessen, Haltungen und Konzepten wird so ein gangbarer Weg für den klinischen Alltag.