Aggressionsmanagement – Persönliche Sicherheitstechniken
In Körperpflegesituationen oder bei körperlichen Untersuchungen kommt medizinisches Personal Patient:innen nahe – und unterschreitet zwangsläufig eine sichere Distanz. Dabei kommt es immer wieder zu unerwünschtem Körperkontakt: Bewohnende greifen oder packen Personal an Armen, Kleidern oder Haaren – meist aus ängstlichem Reflex.
In diesem Fall greifen Persönliche Sicherheitstechniken: Einfache Prinzipien und Bewegungsabläufe können helfen, solche berufsspezifischen Übergriffe vorzubeugen oder sich daraus zu lösen.
Diese Techniken sind weder Kampfsport noch Selbstverteidigung! Wir distanzieren uns von der Idee, Gesundheitsfachpersonal müsse Selbstverteidigung erlernen, um sicher arbeiten zu können. Gewaltprävention ist eine institutionelle Aufgabe – keine rein individuelle.
Leitlinien empfehlen für Schulungen im Aggressionsmanagement Kombinationsprogramme aus deeskalativer Kommunikation, persönlichen Sicherheitstechniken und institutionellen Präventionsaspekten.
Nur wer ganzheitlich denkt und handelt ist in seiner Institution sicher unterwegs – und kann Sicherheit vermitteln.