Deeskalation – Bin ich noch grün oder bin ich schon rot?
Aggression im Gesundheits- und Sozialwesen tritt häufig als Folge starker Erregung in psychosozialen Krisen auf. Hinter vielen Eskalationen steht eine tiefe Not.
Ein fundiertes Verständnis über neurobiologische Stressprozesse kann helfen, solche Reaktionen besser einzuordnen – und unterstützend zu begleiten.
Geeignete verbale und nonverbale Kommunikationstechniken können uns helfen, mit Menschen in Krisen in Kontakt zu treten, eine Beziehung aufzunehmen, Verständnis auszudrücken, das Gespräch zu strukturieren und die richtigen Fragen zu stellen, damit eine Beruhigung erfolgen kann.
Hocherregte Menschen verunsichern, überfordern – und fordern heraus. Deshalb sind Selbstwahrnehmung und Emotionsregulation essenzielle Kompetenzen im professionellen Handeln.
Emotionen haben im professionellen Kontext einen schlechten Ruf. Doch sie sind nicht unprofessionell – unprofessionell ist es, ihren Einfluss auf unsere Strategien zur Problemlösung zu ignorieren.
«Bin ich noch grün – oder schon rot?» Diese Frage steht am Anfang jeder Deeskalation.
Denn: Deeskalation beginnt bei mir selbst.