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Beratung in Gewaltprävention

Tertiärprävention – Nachsorge ist Vorsorge

Ein oft unterschätzter Beitrag zur Gewaltprävention leistet die Nachsorge. Eine professionelle Nachsorge beinhaltet zwei Kernaspekte: Erstens, die fachliche Nachbearbeitung einer Situation mit dem Ziel, für die Zukunft zu lernen und zweitens, die psychosoziale Nachbetreuung aller Beteiligten mit dem Ziel, Traumatisierungen vorzubeugen. 

Für beide Aspekte gibt es geeignete Strategien, Methoden und Instrumente auf verschiedenen Ebenen der Institution. 

In der Tertiärprävention wird deutlich, dass eine Täter-Opfer Dichotomie nicht hilfreich ist: Gewalteskalationen entstehen in einem komplexen Wirkgefüge verschiedener Einflussfaktoren – gerade im institutionellen Kontext. Wenn wir als Institution der Thematik professionell begegnen wollen, müssen wir nach Ereignissen die Prozesse offen und transparent analysieren. Das bedeutet: 

  • Alle Beteiligten erhalten die Möglichkeit , am gemeinsamen Lernprozess teilzuhaben und die eigenen Sichtweisen zu reflektieren – um daraus zu lernen. 
  • Allen Beteiligten steht eine professionelle, psychosoziale Nachsorge zu – damit eine Krise nicht zum Trauma wird. Für niemanden! 

So wird aus der Gewaltprävention ein Prozess, der Entwicklung und Sicherheit voranbringt.